Die Lüge von der „perfekten Selbstfürsorge-Stunde“
Überall liest du: „Nimm dir eine Stunde für dich.“
Eine STUNDE.
Und dann sitzt du da als Mama mit vier verschiedenen Menschen, die „MAMAA“ brauchen, und denkst: Ja, klar. Eine Stunde. Gleich.
Also vergisst du die ganze Idee.
Hier ist die Wahrheit: Du brauchst nicht eine Stunde. Du brauchst eine Lücke.
Die Lücken, die überall sind
Die fünf Minuten, während die Kinder frühstücken.
Der Moment, bevor du dich ins Auto setzt.
Die 180 Sekunden unter der Dusche – nach den Kindern raus.
Die Lücke, die nur du sehen kannst, weil nur du weißt, wann es gerade still ist.
Diese Lücken sind überall. Du siehst sie nur nicht, weil du zu sehr im Funktionieren-Modus bist.
Was eine Frage in einer Lücke macht
Du öffnest das Journal. Eine Minute.
Du liest die Frage.
Du schreibst die erste ehrliche Antwort auf.
Das ist es.
Das ist nicht Wellness. Das ist nicht Instagram-Selbstfürsorge.
Das ist: Dich selbst eine Minute lang ernst nehmen.
Warum fünf Minuten mehr bringen als eine Stunde in der Zukunft
Weil fünf Minuten JETZT passieren. Nicht „irgendwann wenn…“
Fünf Minuten morgen sind sicherer als eine Stunde, die du dir „vorstellen“ wirst.
Fünf Minuten ändern dein Nervensystem. Wirklich.
Du merkst: Ich bin nicht nur die Frau, die alle brauchen. Ich bin auch die Frau, die sich selbst braucht.
Das ist klein. Aber es ist mächtig.
Die Kunst, die Lücke zu erkennen
Es geht nicht darum, es perfekt zu machen.
Es geht darum, es zu SEHEN.
Morgen: Wo hast du 5 Minuten, in denen du alleine bist?
Nur 5.
Und dann: Nutzt du sie für das Journal, oder für Instagram, oder zum Atmen?
Es ist deine Entscheidung. Aber es ist DEINE Entscheidung.
Nicht die der Kinder. Nicht die des Haushalts. Deine.
Die Überraschung, die kommt
Wenn du anfängst, deine eigenen Lücken zu nutzen, passiert was Seltsames.
Du wirst nicht weniger gehetzt. Die Wäsche wird nicht weniger.
Aber du merkst: Ich bin noch da. Unter all dem Mama-Sein bin ich noch da.
Und das reicht manchmal.
Das Tagebuch als Werkzeug der Rebellion
Jedes Mal, wenn du in einer Lücke deine Frage beantwortest, sagst du:
„Mir geht es darum, dass ich mich selbst noch spüre.“
Das ist nicht selfish. Das ist nicht egoistisch.
Das ist die Basis dafür, dass du deine Kinder halten kannst.
Was eine ehrliche Antwort braucht
Nicht viel.
Nicht Perfektion. Nicht lange Sätze. Nicht „wichtige“ Gedanken.
Nur: Ehrlichkeit.
„Mir geht’s heute scheiße“ ist genauso wertvoll wie „Ich entdecke mich neu.“
Beides zählt.
Die geheime Kraft der Wiederholung
Eine Frage heute.
Morgen wieder.
Übermorgen auch.
Nach hundert Tagen merkst du: Ich kenne meine eigene Antwort-Stimme.
Ich weiß, wie ich mich fühle.
Ich bin wieder präsent in meinem eigenen Leben.
Dein Start morgen
Du brauchst nicht zu planen. Nicht zu organisieren.
Morgen, in deiner nächsten Lücke – wie kurz auch immer:
Öffne das Journal.
Eine Frage.
Eine ehrliche Antwort.
Das reicht.

Dein Journal für die Lücken
„365 Tage eine Frage“ – Kleine Fragen für die Momente, die nur dir gehören.
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